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Fußball ist nicht immer gerecht


Spitzenspiel. Die SG Ebnet empfing den aktuellen Spitzenreiter SvO zum wohl entscheidenden Spiel um die Meisterschaft. Nach der deutlichen 1:6-Klatsche am Mittwoch waren unsere Mädels hoch motiviert und den unbedingten Willen es besser zu machen. 
Bei schönstem Fußballwetter ging es gleich munter los und die Zuschauer sahen ein Spiel mit schönen Pässen, in dem beide Abwehrreihen allerdings nichts zuließen, was bedeutete, dass das Spiel zwischen den Strafräumen stattfand - Torszenen Mangelware. Und dann aus dem Nichts nach ein paar Minuten ein Schuss aufs Tor, nicht hart, nicht platziert, genau in die Arme von Filiz. Und dann das Déjà-vu: Was der Ebneter Torhüterin im Hinspiel gelang, fabrizierte nun Filiz. Den Ball schon in Händen haltend flutscht ihr die Kugel nach hinten weg und landet im Netz. 
Sollte das wieder so ein Desaster geben? 
Um es vorweg zu nehmen: Nein. Die SvO Mädchen drangen nach dem Rückstand konsequent auf den Ausgleich, ließen sich nicht entmutigen und zeigten eine Körpersprache, die im Pokalspiel noch gefehlt hatte. Kurz vor Ende der Halbzeit hatte Annika Rü. noch den Ausgleich auf dem Fuss, wurde aber noch im letzten Augenblick geblockt. 
Nach der Halbzeit das gleiche Bild. Kontrollierter Aufbau unserer Mädels, 60% Ballbesitz, die SG sah sich einem Angriff nach dem anderen ausgesetzt. Meaz feuerte die Mädels unermüdlich an, dirigierte, versuchte das Optimum herauszuholen, nur war am Strafraum leider immer Schluss. Carolins Flankenläufe wurden fast ausnahmslos geblockt und auf Emilys Seite sah es leider nicht viel besser aus. Kamen sie mal durch, wartete in der Mitte keine Abnehmerin auf den Pass. 
Die SG hingegen suchte ihr Heil in langen Abschlägen, eine ziemlich erfolgreiche Taktik, da unsere Mädels sich häufig verschätzten und sich so Gelegenheiten für die Ebneterinnen ergaben. Ein legitimes Mittel, aber auch ein wenig enttäuschend, hatten sie im Hinspiel noch durch feines Doppelpassspiel geglänzt. Doch die Abwehr um Annika R., die ein überragendes Spiel ablieferte und einen Abstoß nach dem anderen herunterpflückte, ließ nichts zu. 
Und dann kam der Augenblick, in dem es Gerechtigkeit für die Bemühungen hätte geben können. Ein Schuß von Nadja wird abgefälscht und senkt sich gefährlich Richtung Dreiangel, doch in letzter Sekunde kann die wirklich gute Keeperin den Ball noch über die Latte lenken. Wieder nur Ecke. 
Und so entscheidet am Ende ein individueller Fehler eine Partie auf Augenhöhe, die ein Unentschieden wahrlich verdient gehabt hätte. Aber das passiert Bayern München auch :) 

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